Lit­ur­gie­tag 2026 – Schwer­punkt: Gemein­schaft der Glaubenden

Seit dem 1. Lit­ur­gie­tag unse­rer Pfar­rei, Ende Febru­ar 2022, beschäf­ti­gen wir uns mit der Fra­ge, wie wir in unse­ren lit­ur­gi­schen Fei­ern die drei wesent­li­chen For­men der Begeg­nung mit Gott erle­ben und als lit­ur­gi­sche Diens­te leben­dig wer­den las­sen kön­nen. Die­se drei For­men sind das Wort Got­tes, die Gemein­schaft der Glau­ben­den und das Bre­chen des Bro­tes. dafür tun kön­nen. Beim ers­ten Tref­fen war unser Leit­the­ma die Eucha­ris­tie­fei­er. Beim zwei­ten ver­tief­ten wir die Got­tes­be­geg­nung im Bre­chen des Bro­tes und unter­hiel­ten uns über die Auf­ga­be der ein­zel­nen lit­ur­gi­schen Diens­te wäh­rend der hei­li­gen Tage der Kar- und Oster­wo­che. Seit 2024 gibt es in allen Gemein­den regel­mä­ßi­ge Wort­got­tes­fei­ern. Der Lit­ur­gie­tag war folg­lich dem Wort Got­tes, der Sakra­men­ta­li­tät des Wor­tes, der Gegen­wart Got­tes in sei­nem Wort, gewid­met. 2025 reflek­tier­ten wir Lit­ur­gie als Aus­druck gemein­sam geleb­ten Glau­bens. Aus­ge­hend von der Theo­lo­gie des Wor­tes sind wir zur Theo­lo­gie der Gemein­schaft gekommen.

Die­ses The­ma, die Gemein­schaft der Glau­ben­den, wol­len wir heu­te ver­tie­fen. Erin­nert sei an den zen­tra­len Satz: „Lit­ur­gie [ist] der Höhe­punkt, dem das Tun der Kir­che zustrebt, und zugleich die Quel­le, aus der all ihre Kraft strömt.“ (SC 10)[1] steht in der Kon­sti­tu­ti­on über die hei­li­ge Lit­ur­gie. Als katho­li­sche Men­schen sind wir geprägt auf und gewöhnt an die Got­tes­be­geg­nung im Bre­chen des Bro­tes. Die Got­tes­be­geg­nung im Wort, in der Bibel, ist vie­len von uns nicht so ver­traut. Und die Erfah­rung mit Wort­got­tes­fei­ern zeigt uns, die Begeg­nung mit Gott in der Gemein­schaft ist uns auch nicht so ver­traut. Es ist als ob wir uns ein biss­chen in unse­rer eige­nen Kir­che fremd füh­len, weil das Ver­trau­te, was uns alle umhüllt und eint, anders ist. Wenn die Form sich ver­än­dert, füh­len wir uns befrem­det. Hier kön­nen uns das Wort und die Gemein­schaft der Glau­ben hel­fen, unse­re Hei­mat wie­der neu zu ent­de­cken und auch die Begeg­nung mit dem Auf­er­stan­de­nen im Bre­chen des Bro­tes tie­fer zu erleben.

Ein grund­le­gen­des Theo­lo­gi­sches Kri­te­ri­um der Gemein­de­bil­dung ist die gemein­sa­men Beru­fung aller Chris­tin­nen und Chris­ten, oder die geist­ge­wirk­te Com­mu­nio. Das Wort Com­mu­nio steckt sowohl in Kommunikation/Austausch als auch in Kommunion/Gemeinschaft. Es spricht also von Gemein­schaft, tie­fer Ver­bun­den­heit sowie vom Weg, die­se Gemein­schaft zu bil­den. Wenn wir uns aus­tau­schen, anein­an­der teil­ha­ben las­sen, uns um Chris­tus ver­sam­meln und ein­an­der von unse­ren Erfah­run­gen mit ihm erzäh­len, unse­ren gemein­sa­men Glau­ben erfah­ren, bil­den wir Gemein­schaft. Gemein­schaft braucht gemein­sa­me Grund­la­gen, leben­di­gen Aus­tausch und ein grund­sätz­li­ches Wohl­wol­len. Die­se Ele­men­te fin­den wir alle in der Emma­us­ge­schich­te bei­spiel­haft wie­der. (Lk 24, 13 – 35)

Bevor wir uns die­ser Bibel­stel­le zuwen­den, eine Bemer­kung vor­weg: Gott und die Men­schen, die gibt es nur im Dop­pel­pack. „Nach sei­nem Eben­bild erschuf er sie“ (Gen 1,27), „Was ihr einem mei­ner gerings­ten Brü­der getan habt, das habt ihr mir getan (Mt 25,41),“ Denn wie der Leib einer ist, doch vie­le Glie­der hat, alle Glie­der des Lei­bes aber, obgleich es vie­le sind, einen ein­zi­gen Leib bil­den: So ist es auch mit Chris­tus.“ (1 Kor 12,12)

Die Got­tes­be­zie­hung und die Men­schen­be­zie­hung, die gehen par­al­lel, bis in alle Ewig­keit. Es liegt nicht in unse­rer Hand, ande­re Men­schen zu ver­än­dern. Aber es liegt in unse­rer Hand, was wir tun, um die Bezie­hung zu Gott und den Men­schen zu gestal­ten. Manch­mal, wenn wir uns mit einem Men­schen sehr schwer tun, kön­nen wir uns nur dar­auf besin­nen, dass auch in ihm oder ihr Chris­tus wohnt. „Chis­tus in mir grüßt Chris­tus in dir“, kön­nen wir lei­se zu uns selbst und dem Gegen­über sagen. Mit Chris­tus in der Mit­te öff­net sich wie­der ein Weg, auch, wenn wir ihn noch nicht sehen.

Nun las­sen Sie uns sehen, was die Emma­us­ge­schich­te mit der Gemein­schaft der Glau­ben­den zu tun hat.

(Die Emma­us­ge­schich­te wird gemein­sam erzählt und gedeutet.)


[1] SC — Sacro­sanc­tum Con­ci­li­um (SC), die , Vati­ca­num II,

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